„Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.“ ( Mark Twain)

Da wir in unserer altersheterogenen Mehrstufenklasse natürlich auf reformpädagogische Ansätze Wert legen, beschlossen wir  – angeregt unter anderem durch die „Entstehungsgeschichte der Schrift“ – im heurigen Schuljahr eine Art Mini-Schreibwerkstatt nach Montessori einzurichten.

Den SchülerInnen sollte dafür ein möglichst vielfältiges und abwechslungsreiches Angebot an Stiften und anderen Schreibwerkzeugen angeboten werden.

Wir erhofften uns dadurch für die Kinder unter anderem:

  1. das Kennenlernen des Materials (womit kann ich persönlich am besten umgehen)
  2. das Entdecken, welcher Stift für welche Zwecke geeignet ist (ein Permanentmarker erfüllt andere Aufgaben als ein Druckbleistift)
  3. das Erfahren von möglichst viel Freude am grafischen Gestalten
  4. das Erlernen eines wertschätzenden Umgangs mit dem zur Verfügung gestellten gemeinsamen, aber auch mit dem persönlichen Arbeitsmaterial

Da das Budget gerade am Schulanfang durch Ausgaben für Schulmaterial, Klassenkasse, Elternverein, Turnzeug, … überhaupt für Mehrkindfamilien ohnehin schon ziemlich ausgereizt wird, kam uns die Idee, in der Art von BloggerInnen bei Firmen bezüglich Testpaketen anzufragen.

Die Rückmeldungen waren jetzt nicht wirklich berauschend, aber bei Frau Claire Unger von der Firma Faber-Castell (www.faber-castell.at) hatten wir Glück und erhielten wunderschönes Material zum wunderschönen Arbeiten!

„Bei der Firma Faber-Castell ist man  darauf ausgerichtet, bereits die kleinsten Schreib- und MalkünstlerInnen in ihren ersten Mal- und Schreibversuchen zu unterstützen, bzw. ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auf das Wesentliche – nämlich das Malen und Schreiben – zu konzentrieren und nicht darüber nachdenken zu müssen, wie sie ein Schreibgerät am besten halten. Das wollen die Produkte für die Kinder übernehmen.“

Hinzu kamen noch ein paar gewonnene Bücher und Stifte von diversesten Gewinnspielen bei diversesten Gelegenheiten sowie einige unbedingt notwendige Neuanschaffungen und selbsthergestellte Schreibwerkzeuge.

Mittlerweile ist in unserer  MSK-Schreibwerkstatt vom umfunktionierten mit Tinte gefüllten Deoroller über „echte“ Federn hin zur elektrischen Schreibmaschine bis zum Kalligraphie Stift einiges vorhanden!

Auch zum Thema Schrift, dem derzeit voll im Trend liegenden Handlettering, Bullet Journaling, sowie Scrap Booking und wie die neuesten Trends zum alten Thema „Schönschreiben“ nun alle heißen mögen, besitzt die MSK sowohl Unterlagen, Materialien, als auch die entsprechenden Möglichkeiten. Im Sachunterricht haben die SchülerInnen bereits ihr ganz persönliches Mut-Buch gestaltet!

Wichtig ist dabei, dass die Elemente und Werkzeuge der Schreibwerkstatt nicht dazu dienen, einen Ausgleich zu schaffen, wenn jemand „sein Federpennal vergessen hat“ sondern Möglichkeiten zum kreativen und wertschätzendem Umgang mit dem Lernfeld „Schreiben/Schrift“ bieten sollen.

Dies kann sowohl beim Erlernen neuer Buchstaben in Druck- oder Schreibschrift der Fall sein, ebenso beim Üben der Lernwörter, in Bildnerischer Erziehung, diversen Schreibexperimenten oder letztlich auch im Mathematikunterricht!

Gerne möchten wir unsere Schreibwerkstatt auch in den nächsten Schuljahren weiterführen und freuen uns über jegliche Unterstützung, Anregung und Rückmeldung von SchülerInnen, Eltern, Firmen, …!

Petra Karacsonyi und Michaela Huber, MSK