Lesen stärkt die Seele (Voltaire)

Immer wieder ergeben Studien, dass Vorlesen sowohl die Sprachkompetenz als auch die spätere Lesekompetenz von Kindern fördert (siehe z. B.  www.stiftunglesen.de/vorlesestudie). Weiters fühlen sich die SchülerInnen laut eigenen Angaben „verwöhnt“, wenn sie nicht selbst lesen müssen, sondern Geschichten sozusagen „serviert“ bekommen.
Positive Auswirkungen hat das Vorlesen auch auf die Konzentrationsfähigkeit und last but not least vermittelt  es Wissen und/oder thematisiert Alltagsprobleme.
Um in den Genuss all dieser Vorteile zu kommen, haben die Kinder der MSK seit Beginn des Schuljahres 2018/19 einmal wöchentlich eine Lesepatin zu Besuch.
Sowohl das Studium (Germanistik) als auch der Zeitplan der bald 21jährigen Studentin Kathi sind derart passend, dass sie am Freitag in der 1. Stunde ein passendes Buch zum jeweiligen Sachunterrichtsthema vorlesen kann.
Meistens gibt es im Anschluss daran auch Aufgaben oder kreative Angebote für die SchülerInnen, die sie einzeln oder in Gruppenarbeit  bewerkstelligen sollen.

Bis jetzt wurden folgende Bücher behandelt:

  1. Irgendwie Anders
    Das kleine Wesen Irgendwie Anders möchte so gerne sein wie alle anderen. Obwohl all’ seine Bemühungen scheitern, findet er trotzdem einen Freund und  lernt dabei, dass auch seeehr merkwürdige und andersartige Geschöpfe dazugehören können.

  1. Das kleine WIR und Das kleine WIR in der Schule
    Es gibt Dinge, die das WIR-Gefühl stärken können. Ebenso kann das WIR-Gefühl durch Worte oder Taten verkleinert und/oder ganz zum Verschwinden gebracht werden.  Gemeinsam erstellten die SchülerInnen ein Plakat, auf dem positive und negative Auswirkungen thematisiert werden.

  

  1. Herr Grimm und Frau Groll zerkugeln sich
    Ein für den/die VorleserIn herausforderndes Buch, da permanent die  Seite gewechselt – also das gesamte Buch umgedreht – werden muss.
    Für die SchülerInnen aber ein allein schon durch die grafische Gestaltung der beiden misanthropischen HauptdarstellerInnen faszinierendes Bilderbuch der besonderen Art.
    Nach Blitz und Donner, Pest und Cholera, Zeter und Mordio führen Selbsterkenntnis und Wiedererkennen im Anderen schlussendlich zur gemeinsamen „Zerkugelung“.

  1. Henriettes Heim für schüchterne und ängstliche Katzen
    Kätzchen, Kätzchen, Kätzchen…
  • Kätzchen, die ANGST vor Mäusen haben
  • Kätzchen, die nicht klettern können
  • Kätzchen, die nicht schnurren
  • Kätzchen, die Angst vor einfach allem haben und
  • Kätzchen, die von ihren Besitzern als „unnütz“ bezeichnet werden.

Alle diese Kätzchen finden einen Platz bei Henriette.  Und ausgerechnet der allerschüchternste und allerängstlichste Kater überwindet seine Angst und wird zum Helden!

  1. Hektor ist kein Schisser!
    Wann sind Freunde ECHTE Freunde? Wann ist es besser, „nein“ zu sagen? Und heißt „BB“ tatsächlich Böser Bär?
    Gemeinsam mit Hektor,  Klara, Mücke und Rocky erleben die Kinder in diesem Buch ein Waldabenteuer mit den typischen kinderrelevanten Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Mut. Dabei werden allerdings nicht alle aufkommenden Fragen eindeutig beantwortet …

Auch zu unserem aktuellen Thema „Berufe“ wird es wieder ein originelles Buch geben, weshalb uns die Tatsache, dass wir den Internationalen Vorlesetag (16.11.2018) aufgrund eines schulautonomen freien Tages nicht zelebrieren können, nicht gänzlich verzweifeln lässt.